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Hunde nicht im Auto lassen!

Hunde nicht im Auto lassen!

Hunde nicht im Auto lassen – lebensgefährliche Hitzefalle im Sommer

Besonders im Hochsommer ist es keine gute Idee, Hunde im Auto zurückzulassen. Denn Hunde können nicht schwitzen wie Menschen, sondern geben überschüssige Wärme lediglich durch Hecheln ab. Das Innere eines aufgeheizten Autos kann für Vierbeiner sehr schnell zur tödlichen Falle werden – und das sogar bei milden Außentemperaturen.

Warum Hunde Hitze schlecht verkraften

Die Fähigkeit des Hundes, sich durch Hecheln abzukühlen, ist bereits beeinträchtigt, wenn die Umgebungstemperatur bei über 28 Grad Celsius liegt. Bei Temperaturen über 40°C ist ein Hund in Lebensgefahr. Ein Hund hält Temperaturen ab 40 Grad maximal 15 Minuten aus. Danach drohen schwere Herz- und Kreislaufstörungen, im schlimmsten Fall ein tödlicher Hitzschlag.

Wie schnell heizt sich ein Auto auf?

Schon bei einer moderaten Außentemperatur von 20 Grad steigt die Temperatur im Auto rasend schnell:

  • nach 10 Minuten: bereits +7 Grad
  • nach 30 Minuten: bis zu 44–46 Grad
  • nach 30 Minuten bei 30°C Außentemperatur: ebenfalls 46 Grad
  • nach einer Stunde bei 20°C Außentemperatur: 46 Grad

Bei moderaten 26 Grad Celsius steigt die Temperatur bereits nach 30 Minuten auf 44 Grad. Bei 36 Grad draußen sind nach einer halben Stunde 52 Grad im Auto erreicht. Selbst wenn das Fenster einen Spalt geöffnet bleibt, droht Lebensgefahr.

Gefährdete Hundegruppen

Vor allem folgende Hunde sind besonders gefährdet:

  • Hunde mit kurzen Nasen (Brachycephalen): Möpse, Bulldoggen
  • Ältere Tiere
  • Hunde mit Vorerkrankungen
  • Hunde mit dichtem Fell
  • Hunde mit dem Qualzuchtmerkmal Kurzköpfigkeit – bereits ab 15°C Außentemperatur in Gefahr

Was passiert bei Hitzschlag?

Das Risiko für einen Hitzschlag ist sehr hoch. Bei Hunde-Hitzschlag liegt die Sterblichkeit bei 50 bis 60 Prozent. Ab einer Körpertemperatur von 43 Grad Celsius enden Hitzschläge meist tödlich.

Symptome reichen von:

  • starkem Hecheln
  • Müdigkeit
  • blutigem Erbrechen
  • Durchfall

Ein Hitzschlag kann auch langfristige Folgen haben. Wenn ein Verdacht auf ein überhitztes Tier vorliegt, sollte es möglichst schnell an einen kühlen Ort und zu einem Tierarzt gebracht werden – auch wenn sich das Tier scheinbar erholt habe.

Wie kühlt man einen überhitzten Hund richtig ab?

Bei einem überhitzten Hund zählt jede Minute – falsches Abkühlen kann jedoch mehr schaden als nützen. Das richtige Vorgehen ist entscheidend für das Überleben des Tieres.

Sofortmaßnahmen Schritt für Schritt:

  • Hund sofort in den Schatten oder einen kühlen, gut belüfteten Raum bringen
  • Wasser (nicht eiskalt!) in kleinen Mengen über Kopf, Nacken und Bauch, nach Möglichkeit zwischen 18–20°C
  • Wasser niemals direkt auf die Brust oder den Kopf gießen, da Erstickungsgefahr besteht
  • Feuchte Handtücher auf Bauch, Leisten und Pfoten legen
  • Lüfter oder Ventilator auf den Hund richten, um Verdunstungskälte zu erzeugen
  • Wasser kontinuierlich erneuern, damit es nicht zu warm wird
  • Hund während des Abkühlens beobachten – zu schnelles Abkühlen kann zu Schock führen
  • Zieltemperatur: Körpertemperatur langsam auf 39–39,5°C senken, nicht darunter
  • Nach Erreichen der Zieltemperatur das Abkühlen stoppen und mit trockenen Handtüchern abtrocknen
  • Unmittelbar nach dem Abkühlen zum Tierarzt fahren – auch wenn der Hund sich erholt hat

Was man NICHT tun darf:

  • Kein eiskaltes Wasser verwenden – das zieht die Hitze ins Körperinnere und verschlimmert die Situation
  • Kein Eis direkt auf die Haut legen – Erfrierungsgefahr und Schockrisiko
  • Hund nicht komplett unter Wasser tauchen – Erstickungsgefahr
  • Nicht zu schnell abkühlen – Schockgefahr bei zu abrupter Temperaturänderung
  • Hund nicht zwingen zu trinken – bei Bewusstseinstrübung Erstickungsgefahr
  • Nicht allein zum Tierarzt fahren – weiter während der Fahrt abkühlen

Wann zum Tierarzt?

Immer! Auch wenn sich der Hund scheinbar erholt hat. Hitzschlag kann langfristige Organschäden verursachen, die erst später sichtbar werden. Der Tierarzt überprüft Nierenwerte, Leberwerte und Gerinnungswerte, da ein Hitzschlag zu Multiorganversagen führen kann.

Praktische Tipps für Tierhalter

  • Lassen Sie Ihren Hund nicht in einem parkenden Auto allein zurück
  • Nehmen Sie den Hund bei Hitze weder großen Belastungen aus
  • Bringen Sie überhitzte Hunde sofort an einen kühlen Ort
  • Verwenden Sie Thermohängekarten für das Auto zur Temperaturüberwachung
  • Auch bei mildem Wetter oder im Schatten droht ein Hitzschlag
  • Es ist nicht verboten, Hunde im Auto warten zu lassen, aber Tierhalter müssen auf Witterungsbedingungen achten
  • Unter bestimmten Umständen müssen Tierhalter nach dem Tierschutzgesetz mit Bußgeldern oder Strafen wegen Tierquälerei rechnen

FAQ – Häufige Fragen zum Hunde-Auto-Hitze-Thema

Ab welcher Temperatur ist es gefährlich für Hunde im Auto?

Schon bei 20 Grad Außentemperatur wird das Auto zur tödlichen Hitzefalle. Besonders Hunde mit Kurzköpfigkeit sind bereits ab 15 Grad Celsius in Gefahr. Die Kühlfähigkeit durch Hecheln ist ab 28 Grad Celsius beeinträchtigt.

Wie lange kann ein Hund 40 Grad im Auto aushalten?

Ein Hund hält Temperaturen ab 40 Grad maximal 15 Minuten aus. Danach drohen schwere Herz- und Kreislaufstörungen bis zum tödlichen Hitzschlag.

Ist es verboten, Hunde im Auto zu lassen?

Grundsätzlich ist es nicht verboten, seinen Hund im Auto warten zu lassen. Aber Tierhalter müssen auf Witterungsbedingungen achten und dafür sorgen, dass Tiere weder unterkühlen noch überhitzen. Bei Überhitzung können Bußgelder oder Strafen wegen Tierquälerei nach dem Tierschutzgesetz folgen.

Was tun bei überhitztem Hund?

Hund sofort an einen kühlen Ort bringen und mit 18–20°C-Wasser langsam abkühlen. Feuchte Handtücher auf Bauch und Leisten legen. Ventilator verwenden. Nicht zu schnell abkühlen. Sofort zum Tierarzt bringen – auch wenn sich das Tier scheinbar erholt hat. Bei 43 Grad Körpertemperatur enden Hitzschläge meist tödlich.

Gilt die Gefahr auch bei geöffnetem Fenster?

Ja – schon wenn das Fenster einen Spalt geöffnet bleibt, droht tödliche Wirkung.

Wie erkennt man einen Hitzschlag beim Hund?

Starke Symptome sind starkes Hecheln, Müdigkeit, blutiges Erbrechen und Durchfall. Die Körpertemperatur steigt über 40°C. Ab 43°C ist der Hitzschlag meist tödlich. Der Hund kann bewusstlos werden und Krämpfe bekommen.

Warum können Hunde schlecht schwitzen?

Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen (hauptsächlich an den Pfoten). Sie kühlen sich hauptsächlich durch Hecheln ab. Bei über 28°C Außentemperatur ist diese Kühlfähigkeit beeinträchtigt, da die Luft nicht mehr trocken genug ist für effektive Verdunstung.


Text und Zusammenfassungen wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz generiert. Alle Inhalte unterliegen einer redaktionellen Prüfung. Bei Fragen halten Sie bitte Rücksprache mit dem Fachpersonal!