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Ratgeber & Gesundheit

Die 10 größten  Sonnenschutz-Mythen

Wir klären auf

Die 10 größten Sonnenschutz-Mythen

1. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto länger kann man in der Sonne bleiben
Ein höherer Lichtschutzfaktor bietet zwar einen etwas höheren Schutz vor UVB-Strahlen, aber kein Sonnenschutzmittel bietet eine vollständige Blockade der Sonne. Ein Lichtschutzfaktor 30 blockiert etwa 97% der UVB-Strahlen, während ein Lichtschutzfaktor 50 etwa 98% blockiert. Dennoch müssen Sonnenschutzmittel regelmäßig und großzügig erneut aufgetragen werden, insbesondere nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen mit einem Handtuch.

2. Man braucht keinen Sonnenschutz an bewölkten Tagen
Auch an bewölkten Tagen dringen schädliche UV-Strahlen durch die Wolken. Diese unsichtbaren Strahlen können die Haut schädigen, selbst wenn es nicht sonnig ist. Tatsächlich können bis zu 80% der UV-Strahlen an bewölkten Tagen die Erdoberfläche erreichen. Daher ist es wichtig, sich auch an bewölkten Tagen an ausreichend Sonnenschutz zu achten und sich zu schützen.

3. Sonnenschutzmittel sind nicht erforderlich, wenn man dunkle Haut hat
Menschen mit dunkler Haut haben mehr Melanin, was ihnen einen natürlichen, aber begrenzten Schutz vor UV-Strahlen bietet. Dennoch können auch sie Sonnenbrand bekommen und sind anfällig für langfristige Schäden durch UV-Strahlen, einschließlich vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D durch Sonnenlicht ist ebenfalls bei dunkler Haut schwieriger, da mehr Melanin die Produktion von Vitamin D in der Haut reduziert.

4. Sonnenbrand ist nur im Sommer ein Problem
UV-Strahlen sind das ganze Jahr über vorhanden, selbst im Winter. Schnee reflektiert UV-Strahlen, was das Risiko von Sonnenbrand in Gebieten mit geschlossenen Schneedecke erhöhen kann. Skifahrer und Snowboarder haben aufgrund der Höhe und Nähe zur Sonne ein erhöhtes Risiko für Hautschäden.

5. Einmal am Tag auftragen reicht aus
Sonnenschutzmittel müssen regelmäßig erneut aufgetragen werden, um effektiv zu bleiben. Wasser, Schweiß und Abrieb verringern die Wirksamkeit des Sonnenschutzmittels, daher ist es wichtig, es alle zwei Stunden erneut aufzutragen.

6. Sonnenschutzmittel sind alle gleich
Verschiedene Sonnenschutzmittel bieten unterschiedliche Schutzniveaus und Schutzspektren. Ein Breitbandspektrum-Sonnenschutzmittel schützt vor sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen. Ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30 wird empfohlen, um einen angemessenen Schutz zu gewährleisten. Einige Sonnenschutzmittel enthalten auch Vitamin D, was helfen kann, den Vitamin-D-Spiegel aufrechtzuerhalten, während gleichzeitig ein angemessener Schutz vor schädlichen UV-Strahlen gewährleistet wird.

7. Sonnenbänke sicherer als natürliche Sonne
Sowohl natürliche Sonnenstrahlen als auch künstliche UV-Strahlen können Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung verursachen. Die Nutzung von Sonnenbänken erhöht das Risiko für Hautkrebs erheblich und sollte vermieden werden.

8. Wasserfeste Sonnencremes bieten stundenlangen Schutz
„Wasserfest“ bedeutet lediglich, dass das Sonnenschutzmittel für eine begrenzte Zeit im Wasser beständig ist. Auch sie müssen regelmäßig erneut aufgetragen werden, insbesondere nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen mit einem Handtuch.

9. Ein T-Shirt schützt ausreichend vor Sonne
Ein normales T-Shirt bietet nur begrenzten Schutz vor UV-Strahlen. Spezielle UV-Schutzkleidung bietet einen besseren Schutz.

10. Schatten bietet vollständigen Schutz
Obwohl der Schatten vor direkter Sonneneinstrahlung schützt, können reflektierte und gestreute UV-Strahlen immer noch Schäden verursachen. Besonders während der Mittagsstunden, wenn die Sonne am stärksten ist, ist es wichtig, sich auch im Schatten zu schützen. Das Tragen von Hut, Sonnenbrille und Sonnenschutzkleidung kann zusätzlichen Schutz bieten. Ein angemessener Sonnenschutz gewährleistet, dass die Haut vor Schäden durch UV-Strahlen geschützt ist, während gleichzeitig die Produktion von Vitamin D aufrechterhalten wird.


Apothekerin Franziska Wagner und Apotheker Constantin Beer

Sonnenschutz:
Nur bei richtiger Anwendung wirksam

Ein guter Sonnenschutz vor UVA- und UVB-Strahlen ist das ganze Jahr über wichtig, um das Risiko von Hautkrebs, vorzeitiger Hautalterung und anderen Hautschäden zu minimieren. Die großzügige und regelmäßige Anwendung, vorzugsweise wasserfester Produkte, ist dabei empfehlenswert. Zusammen mit unseren nebenstehenden Informationen über viele Sonnenschutz-Mythen sind Sie bestens gerüstet – für den bevorstehenden Sommer und das ganze Jahr.

Herzlichst,
Ihre Apothekerin Franziska Wagner und
Ihr Apotheker Constantin Beer
(Beitrag vom Mai 2024)

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